Drei Renditekennzahlen, drei unterschiedliche Aussagen
Die Bruttomietrendite setzt Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zur Gesamtinvestition. Die vereinfachte Nettomietrendite zieht eingegebene laufende Kosten ab. Die Cash-on-Cash-Rendite setzt den jährlichen Cashflow ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital.
Warum Kaufnebenkosten in den Nenner gehören
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler erhöhen das tatsächlich gebundene Kapital. Wer nur den Kaufpreis verwendet, stellt die Anfangsrendite häufig zu günstig dar.
Welche Kosten gehören in die Nettorendite?
Der vereinfachte Rechner zieht die von dir eingegebenen jährlichen nicht umlagefähigen Kosten ab. Für eine vollständige Analyse können zusätzlich Leerstand, Instandhaltung, Verwaltung, Finanzierung, Steuern und größere Sanierungen relevant sein.
Rendite nicht isoliert bewerten
Eine hohe Rendite kann Ausdruck eines niedrigen Kaufpreises sein – oder eines hohen Risikos, schlechten Zustands beziehungsweise schwacher Lage. Vergleiche deshalb Wert, Ertrag, Cashflow und technische Risiken gemeinsam.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Bruttomietrendite?
Jährliche Nettokaltmiete geteilt durch Kaufpreis plus berücksichtigte Kaufnebenkosten, multipliziert mit 100.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?
Die Bruttorendite ignoriert laufende Kosten. Die Nettorendite zieht zumindest die eingegebenen nicht umlagefähigen Kosten ab.
Was ist Cash-on-Cash-Rendite?
Jährlicher Cashflow im Verhältnis zum tatsächlich eingesetzten Eigenkapital.
Welche Rendite ist gut?
Es gibt keinen universellen Zielwert. Lage, Risiko, Zustand, Finanzierung, Strategie und Alternativen müssen gemeinsam bewertet werden.
Die Rechner übertragen diese Regelwerke nicht vollständig in ein Gutachten. Sie machen ausgewählte Rechenschritte transparent und kennzeichnen Vereinfachungen.