Welche Bemessungsgrundlage gehört in den AfA-Rechner?
Bei einer vermieteten Immobilie ist nicht automatisch der gesamte Kaufpreis abschreibbar. Grund und Boden nutzt sich steuerlich nicht in derselben Weise ab wie das Gebäude. Deshalb wird zunächst der Gebäudeanteil der Anschaffungskosten benötigt.
Warum gibt der Rechner keinen festen AfA-Satz vor?
Der anzuwendende Satz kann von Baujahr, Fertigstellung, Nutzung, gesetzlicher Regelung und möglichen Sondertatbeständen abhängen. Außerdem sind steuerliche Regeln veränderlich. Der Rechner zwingt dich deshalb, den für deinen Fall geprüften Satz selbst einzugeben.
Zeitanteilige AfA im ersten Jahr
Mit der Monatsangabe lässt sich ein zeitanteiliger Erstjahresbetrag simulieren. Ob und ab welchem Monat die Voraussetzungen im konkreten Fall vorliegen, ergibt sich nicht allein aus dem Kaufvertragsdatum und sollte fachlich geprüft werden.
Restnutzungsdauer und AfA nicht vermischen
Die Restnutzungsdauer nach dem Modell der ImmoWertV dient der Immobilienwertermittlung. Ein steuerlicher Nachweis einer kürzeren tatsächlichen Nutzungsdauer ist eine andere Fragestellung. Deshalb übernimmt der AfA-Rechner keine automatisch berechnete ImmoWertV-RND als rechtlich gültige Laufzeit.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die AfA für eine Immobilie?
Bemessungsgrundlage des Gebäudes × anwendbarer jährlicher AfA-Satz. Für das erste Jahr kann eine zeitanteilige Berechnung erforderlich sein.
Wird das Grundstück mit abgeschrieben?
Der Grund-und-Boden-Anteil ist grundsätzlich von der Gebäude-Bemessungsgrundlage zu trennen. Die konkrete Aufteilung muss nachvollziehbar sein.
Welchen AfA-Satz soll ich eingeben?
Den für Baujahr, Fertigstellung, Nutzung und deinen steuerlichen Sachverhalt aktuell geltenden und geprüften Satz.
Ist AfA ein tatsächlicher Geldabfluss?
Nein. AfA ist eine steuerliche Abschreibung und kein monatlicher Zahlungsabfluss. Deshalb sollte sie nicht mit Instandhaltungsreserve oder Kreditrate verwechselt werden.
Die Rechner übertragen diese Regelwerke nicht vollständig in ein Gutachten. Sie machen ausgewählte Rechenschritte transparent und kennzeichnen Vereinfachungen.